Eigenbauten von LSE-Fahrzeugen H0m 1:87


Weil der Markt praktisch keine Modelle der LSE anbietet helfen sich versierte Modellbauer gerne selbst. So kann aus dem Bausatz (Lok 14) einer FO Gm 4/4 durch geschicktes Umbauen Die Gm 111 der LSE entstehen. Für einige Fahrzeuge dienen die Serienmodelle von BEMO als Basis. Insbesondere das Fahrwerk wird soweit möglich von Serienherstellern bezogen. Aufbauten werden dann aus Kunststoff oder Messing in Handarbeit gefertigt. Vitrinenmodelle werden auch schon mal mit Karton und anderen Bastelmaterialen gebaut, schliesslich soll das Ergebnis gut aussehen. Hier einige Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Ernst Furrer - ein Modellbaugenie

Ernst Furrer hat bis jetzt weit über 200 Fahrzeugmodelle teilweise oder vollständig selbst gebaut! Hier ist anzumerken, dass es sich um Eigenbauten aus verschiedensten Materialien handelt. Von Karton über Polystyrol bis Messing kommt alles zum Einsatz. Einige Wagen hat Ernst Furrer gebaut, lange bevor Kleinserienhersteller oder renomierte Firmen wie BEMO die selben Wagentypen produzierte. Kompliment! Eine Auswahl davon kann hier angeschaut werden.

LSE Steuerwagen ABt 27
Aus einem LSE-B (waren bei der Modellbahn-Boutique Luzern oder bei den LSE-Bahnhöfen Stansstad oder Engelberg erhältlich), einem BVZ-A und etwas Polystyrol entstand der Steuerwagen ABt 27. Dieser Wagen erhielt kürzlich eine Revision mit Detailverbesserungen

LSE Personenwagen B 41
Aus Resten zersägter BEMO-Wagen aus der Bastelkiste entstand der Pendelzug-Zwischenwagen erster Serie B 41 der LSE.

Fotos © www.ernst-furrer.net

 


Dani Danner und Kurt Bammerlin

Der leider viel zu früh von uns gegangene Kurt Bammerlin war der Führer aud dem Jumbo der LSE. Die Gem 4/4 111, wie die Lok richtigerweise bezeichnet wurde, war genau sein Ding. Als die Deutsche Firma Lok 14 einen Bausatz für die typengleiche Lok der FO herstellte besorgte Kurt diesen umgehend mit dem Ziel den Jumbo nach zu bauen.

Das Werk der beiden Modellbauer kann sich sehen lassen, auch wenn (noch?) nicht alle Details dem Vorbild entsprechen. Kurt hat das Fahrzeug montiert, Dani hat die vorbildgerechte Lackierung und Beschriftung vorgenommen.

das Modell ist heute in der Sammlung des Verein Engelbergbahn und gehört zur LSE-Anlage.


Anton Abächerli

Unter den Modelleisenbahnern war Toni als Tüftler bekannt. Neben den eigenen Projekten entwickelte er viele Fahrwerke für Modelle der Firma HRF.

Die StEB lag ihm immer am Herz. Diverse Prototypen hat er im Kopf und auf Papier umgesetzt. Einiges ist als Einzelteile in Form vom geätztem Messing vorhanden.

Doch eine Berglok der StEB im Massstab 1:87 ist bereits roh montiert und der Motor ist eingebaut. Das Fahrwerk stammt von einem umgebauten Spur N Fahrzeug und funktioniert auf dem Riggenbach-Zahnstangensystem einwandfrei.

Das Gehäuse ist aus Messing gefertigt. Die Lok muss noch elektrifiziert werden. Die farbliche Gestaltung hat der Verein Engelbergbahn umgesetzt - die Beschriftung steht noch aus.

Leider ist Anton Abächerli nach schwerer Krankheit viel zu früh von uns gegangen.

Dieses Standmodell aus Plastik hat bereits einen Unterbau aus Messing und ist rollfähig. Die ehemalige StEB-Dampflok soll auch fahrbar gemacht werden.


Beat Wuhrmann

Den Ehrgeiz alle Fahrzeuge der LSE und deren Gastfahrzeuge auf der Vereinsanlage zu haben um den Originalbetrieb der 80er Jahre nach zu stellen treibt einige Mitglieder des Verein Engelbergbahn an. So auch Beat Wuhrmann.

GB-v der Brünigbahn

Güterwagen der Brünigbahnverkehrten täglich auf dem Netz der LSE. Im Handel gab es einige wenige Modelle von Brünigmodell zu kaufen. Auch die Fima Friho stellte den Gk und die K- bzw. S-Wagen her. Den oben abgebildeten Gb-v, hier noch ohne Beschriftung wurde aus Teilen von RhB-Wagen und mit viel Aufwand gebaut.

Tm 103 motorisiert

Natürlich müssen Güterwagen in Stansstad und Stans rangiert werden können. Da es bislang die wohl meisteingesetzte Diesellok der LSE nicht im Modell gibt (ist ja in der Realität auch ein Unikat), baute Beat Wuhrmann den Traktor mit Hilfe der 3D-Technik.

Das Bild entstand am Bildschirm und zeigt alle gezeichneten 3D-Teile wie sie schlussendlich zusammengefügt aussehen werden.

Der Prototyp, noch ohne Beschriftung unterwegs kurz vor Dallenwil auf einem Modul der LSE-Anlage. Die Lok ist mit einem Motor mit Schwungmasse aus dem Hause Halling in Wien ausgestattet und digitalisiert. Als Kupplungen wurden die stromführenden Kurz-kupplungen von Bemo verbaut. Beidseitig sind drei LED für das Spitzenlicht eingebaut. 

Di Lok besteht masssgeblich aus fünf 3D-Druckteilen. Dieses Bild verdeutlicht die Feinheiten am Gehäuse.

Der Tm 103 wartet in der Station Wolfenschiessen die Kreuzung mit einem Kurszug ab.

Tm 100 genannt Gumpesel

Dieser Traktor, im Original im Besitz der zbHistoric, ist eine Rarität. Denn das Fahrzeug ist der älteste erhaltene (fahrfähig) Dieseltraktor der Brünigbahn. 

Das Modell entsteht ebenfalls im 3D-Druckverfahren. Hier sind erste Bilder zu sehen.