Aufarbeitung DZ 251

 

Wenn ein Post- und Gepäckwagen zur Bar werden soll

 

 

 

Historische Züge vermitteln den Reisenden etwas Besonderes. Es sind nicht nur der Geruch der alten Technik und der Materialien, vielmehr das Erlebnis steht im Vordergrund. Hier werden in einer Zeitreise Erinnerungen geweckt die bis auf die Kindheit zurückführen können. Doch diese Erlebnisfahrten sind nur halb so schön ohne die entsprechende Betreuung und Verköstigung auf dem Zug. Mit dem Service auf den Zügen der zbHistoric soll etwas vom Flair der grossen internationalen Reisezüge eingefangen werden. Neben der eigentlichen Reise werden die Gäste, soweit dies die Möglichkeiten zulassen, kulinarisch verwöhnt. Um diesem Ziel etwas näher zu kommen wurde bereits der ehemalige Bistrowagen „Chez Beatrice“ WR 426 aufgearbeitet. Für die Gäste auf dem historischen Zug der LSE fehlen bislang diese Möglichkeiten. Doch dies soll in den kommenden Jahren geändert werden.

 

 

 

Der bereits abgestellte Post- und Gepäckwagen der Luzern-Stans-Engelberg Bahn, 1964 in Betrieb gestellt, wurde nach der Verlagerung der Post von der Schiene auf die Strasse abgestellt. Intern heisst die Bezeichnung für das als Lagerwagen verwendete Fahrzeug X 251.

 

 

 

Ein Projekt in mehreren Etappen

 

 

 

Der vierachsige Wagen soll einen zweiten Frühling als Bar- und Eventwagen erhalten. Das Projekt ist im Masterplan 2017 / 2018 festgelegt worden. Das Konzept für die erste Etappe ist bereits fertig gestellt. Diese Etappe umfasst die Aufarbeitung des Wagenkastens aussen inklusive der Neulackierung. Hier wird auf „historic“ geachtet, denn der Wagen soll dem letzten Betriebszustand entsprechend lackiert und mit den Nummern und Logos der Post beschriftet werden. So passt der Wagen perfekt in den bereits bestehenden Pendelzug der LSE. Mit dem Postwagen in der Zugsmitte verkehrte die LSE während vielen Jahren bis Engelberg. Zudem wird das Fahrwerk überarbeitet. In Zusammenarbeit mit den Depotwerkstätten Stansstad und Meiringen soll das Bremsgestänge in Stand gestellt werden, die Drehgestelle werden überprüft und schlussendlich erfolgt eine Bergbremsprobe. So wird das Fahrzeug bereits „einsetzbar“.

 

 

 

In der zweiten Etappe soll der Wagen innen neu gestaltet und ausgebaut werden. Zurzeit laufen die Vorbereitungen und das Konzept wird erarbeitet. Um im Wagen die Elektrische Speisung der Geräte zu gewährleisten muss der Strom von der Zugsammelschiene (1000 Volt 16 2/3) AUF „Haushaltstrom“ (230 Volt 50 Hz) gewandelt werden können. Für diesen Umrichter liegt bereits eine Offerte vor. Geplant wird auch der Servicebereich mit den Kühlanlagen für Getränke oder die Beschallung.

 

Doch mit der Technik alleine ist es nicht getan. Der Wagen soll attraktiv, vielseitig einsetzbar und dennoch einen einmaligen Effekt auf die Gäste bieten. Um dies zu erreichen setzt sich ein Team aus Designern und Handwerkern zusammen um den Wagen zu thematisieren. Zuerst wird ein Pflichtenheft erarbeitet, dann die Möglichkeiten im Fahrzeug unter Berücksichtigung der Vorschriften Seitens BAV und Zentralbahn eruiert. Schliesslich liegen erste Ideen vor. Der Innenausbau soll frühestens 2018 beginnen. Es ist aber vorstellbar, dass der Wagen nach Abschluss der ersten Etappe bereits auf einzelnen Fahrten mitgeführt werden soll. Alle Projekte sind mit hohen Kosten verbunden. Für das Projekt DZ 251 wurde durch den Verein zbHistoric bereits 30‘000.00 Franken gesprochen. Der Rest, insbesondere für den Innenausbau soll über Investoren und Sponsoren finanziert werden. Für die Projektleitung zeichnet Beat Wuhrmann. Die Arbeiten am Post- und Gepäckwagen werden durch die zb Historic ausgeführt. Der Verein Engelbergbahn wird auch dieses Projekt mit intensiver Arbeitsleistung unterstützen.

 

 

 

Mit dem DZ 251 wird die Flottenplanung erfüllt, dass neben dem Mitteleinstiegwagen-Zug mit dem WR 426 und dem Plattformwagen-Zug mit dem WR 825 auch der LSE-Zug einen Speisewagen erhält.

 

 

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Konzept DZ 251 Etappe 1
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